Selen Tetes – wie mir ein Erdelf auf die Nerven ging.

Ich habe die mittlerweile mehrfach überarbeitete Version meines Erstlings „Selen Tetes – Bimmelnde Elfen und tote Prinzen“ der Testleserin meines Vertrauens übergeben und warte (Fingernägelkauend) auf ihr Urteil.

Das Urteil meiner Familie über den Roman ist eindeutig. Doch wer kann schon der eigenen Familie trauen? Es geht hier immerhin um das erste Buch, das ich mir aus dem Herzen gerissen habe um es der Welt zu zeigen.  Wobei ein paar Geschichten bereits recht weit waren, bevor ich sie wieder in die Schublade gestopft habe.

Ich hoffe, dass irgendwer da draußen mit mir zusammen leidet. Okay, zmindest hoffe ich auf ein bisschen Verständnis.

Doch wie bin ich auf den Erdelfen gekommen?
Da ich immer wieder kleine Mini-Geschichten schreibe – meist einfache Expositionen – habe ich irgendwann folgendes geschrieben:

Selen Tetes war ein stämmiger Erdelf. Seine Haut war dunkel wie Umbra und durchzogen mit lehmfarbenen Streifen. Die Haut war dick und unbehaart. Sie glänzte vor Schweiß. Selen war auf der Flucht.
Natürlich hatte er es gewusst. Zumindest geahnt, das man ihm den versprochenen Lohn nicht geben würde.
Es war sein Schicksal. Er war mit einer Gabe vom Morgentau ausgestattet worden. Einer Gabe, die er sooft verfluchte. So wie auch jetzt.
Er hörte die Rufe der Stadtbüttel, die ihn auf ihren schwerfälligen Pferden folgen wollten. Die ihn zurück in die feine Stadt zurückschleifen würden und ihm dort auf dem Marktplatz schreckliche Dinge antun würden.
Doch Selen hatte sich in den Wald geflüchtet. Er würde ihnen hier leicht entkommen. Selbst ihre treuen Bluthunde würden ihn nicht finden, wenn er erst unter der Erde verschwunden war.
Seine verfluchte Gabe hatte ihm geholfen das Kind des Stadtkämmerers zu finden. Dafür war ihm ein hohes Geld versprochen worden, und wichtiger noch – ein Stück Land zum Leben.
Doch nun, jagten sie ihn. War es seine Schuld, das das Kind schon tot gewesen war?
Diese elenden Weichhäute haben ihm sofort die Schuld gegeben.
Er rannte weiter. Er konnte auch in diesem Dämmerlicht sehen und wusste, dass es nicht mehr weit bis zu seiner Höhle war.

Mit dieser Exposition und ein paar wirren Ideen im Kopf bin ich in den NaNoWriMo 2016 gestartet.

Es hat sich fast alles geändert, aber dennoch bleibt der kleine freche Erdelf doch der Fels in der Geschichte.

Mehr über den Erdelfen und meine Erfahrungen auf dem Buchmarkt folgen.

 

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